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Ist es sinnvoll Schlaf nachzuholen und vorzuschlafen? Fakten und Mythen.
In einer Welt, die sich ständig beschleunigt und in der der Tag scheinbar zu wenige Stunden hat, versuchen viele Menschen, Schlaf nachzuholen – indem sie ihn am Wochenende nachholen oder vor einer anstrengenden Woche „speichern“.
Aber funktioniert dieser Ansatz wirklich? Kann man seinen Körper dazu bringen, Schlaf wie einen Handyakku zu speichern? Studien zeigen, dass ausreichend Schlaf trotz vorübergehender Linderung die Auswirkungen von Schlafmangel nicht vollständig eliminiert. Chronischer Schlafmangel wirkt sich negativ auf das Hormonsystem, das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit aus. Daher lohnt es sich, die Mythen und Fakten rund um das Nachholen und „Speichern“ von Schlaf genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wie kann man Schlaf nachholen?
Eine schlaflose Nacht wirkt sich auf unseren Körper aus – die Konzentration lässt nach, der Stresspegel steigt, und Stimmung und Immunsystem verschlechtern sich. Sollten wir die ganze Nacht wach bleiben, lohnt es sich, am nächsten Tag regenerierend zu schlafen – idealerweise etwa 1,5-mal länger als eine typische Nachtruhe. Das Nachholen des Schlafs sollte jedoch möglichst zeitnah zum Zeitpunkt des Schlafentzugs erfolgen – sonst erholt sich der Körper nicht vollständig. Vermeiden Sie außerdem sehr lange Nickerchen am Tag – idealerweise sollte ein erholsames Nickerchen nicht länger als 20–30 Minuten dauern. Nach einer schlaflosen Nacht empfiehlt es sich, etwas Tageslicht zu tanken, um den gesunden zirkadianen Rhythmus schneller wiederherzustellen. Viel Wasser trinken und eine leichte Ernährung unterstützen die allgemeine Regeneration des Körpers.
Schlafen in Abschnitten – Funktioniert das?
Die Aufteilung des Schlafs in Nickerchen am Tag, bekannt als polyphasischer Schlaf, erfreut sich bei Menschen, die eine Alternative zu langen Nächten suchen, zunehmender Beliebtheit. Während einige Strategien (z. B. erholsame Nickerchen) vorübergehend funktionieren können, führt langfristiges Schlafen in Abschnitten typischerweise zu Müdigkeit und Störungen des biologischen Rhythmus. Der Körper funktioniert am besten, wenn er die ganze Nacht über in einem Block schlafen kann – so kann das Gehirn alle Schlafphasen durchlaufen, einschließlich der wichtigsten: REM und NREM. Diese Phasen sind essenziell für die Gedächtnisorganisation und die Regeneration des Nervensystems. Unterbrochener Schlaf ist weniger effektiv und führt oft zu Benommenheit und Schläfrigkeit am Tag. Daher wird segmentierter Schlaf nur in Ausnahmefällen empfohlen, beispielsweise für Neugeborene oder Schichtarbeiter – aber nicht als langfristige Lebensweise.
Wie findet man in kurzer Zeit erholsamen Schlaf?
Wir haben nicht immer die Möglichkeit, volle 7–9 Stunden zu schlafen, was für einen durchschnittlichen Erwachsenen das Minimum für eine vollständige Regeneration ist. In solchen Fällen lohnt es sich, auf die Schlafqualität zu achten, nicht nur auf die Schlafmenge. Ein gut belüftetes Schlafzimmer, keine Bildschirme kurz vor dem Schlafengehen, ein entspannendes Abendritual und eine bequeme Matratze tragen zu einem tiefen und erholsamen Schlaf bei. Auch die Raumtemperatur ist wichtig – optimal sind 18–20 °C. Der Verzicht auf schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen und die Einschränkung von Koffein und Alkohol verbessern die Schlafqualität deutlich, auch wenn dieser kürzer ist. Auch Entspannungstechniken wie Zwerchfellatmung oder progressive Muskelentspannung helfen, schneller einzuschlafen und tiefere Schlafphasen zu erreichen.
Welche Matratze sollte man nach einer schlaflosen Nacht wählen?
Nach einer schlaflosen Nacht braucht der Körper möglichst tiefen, ungestörten Schlaf. Daher ist es wichtig, dass die Matratze die Regeneration des gesamten Körpers unterstützt. Die beste Wahl ist eine Hybridmatratze, die die Vorteile zweier Materialien vereint: Taschenfedern (verantwortlich für Punktelastizität und optimale Körperunterstützung) und hochelastischen HR-Schaum, Polyurethan oder Thermoplastischer Schaum (für Weichheit, Komfort und präzise Körperkonturierung). Hybridmodelle enthalten neben Schaumstoff auch Latex und einen Kern aus natürlichen Kokosfasern. Dank dieser Konstruktion ist die Hybridmatratze stabil, elastisch und umhüllt den Körper gleichzeitig perfekt, wodurch schnell ein Zustand tiefer Entspannung erreicht wird. Diese Konstruktion entlastet Muskeln und Gelenke, minimiert den Druck und erleichtert die richtige Körperhaltung im Schlaf – besonders wichtig nach einer stressigen Tag- oder Nachtschicht. Eine gute Ergänzung ist ein thermoregulierender und antiallergener Bezug, der Atmungsaktivität und thermischen Komfort bietet. Mit der richtigen Matratze können bereits wenige Stunden Schlaf eine überraschend effektive Regeneration bewirken.
Vorschlafen – ist das überhaupt sinnvoll?
Leider funktioniert Schlaf nicht wie ein Bankkonto – man kann ihn nicht im Voraus „einzahlen“ und an den folgenden Tagen davon abheben. Ein paar zusätzliche Stunden Schlaf „im Voraus“ vor einer geplanten schlaflosen Nacht können unsere Leistungsfähigkeit zwar etwas steigern, aber die Auswirkungen von Schlafmangel nicht vollständig beseitigen. Darüber hinaus kann zu viel Schlaf unseren zirkadianen Rhythmus stören, was zu Einschlafschwierigkeiten an den folgenden Tagen führt. Der Körper hat seine eigenen biologischen Bedürfnisse, die sich nur schwer austricksen lassen. Übermäßiges Nachholen von Schlaf kann sogar zu einem „Schlafkater“ führen – Kopfschmerzen, Lethargie und Leistungseinschränkungen. Daher ist ein konsistenter, täglicher Schlafplan die beste Lösung.
Vorschlafen – Mythen
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass wir am Freitag wieder fit sind, wenn wir beispielsweise am Wochenende 10 Stunden schlafen. Leider kann der Körper Schlaf nicht im Voraus speichern – sein Bedarf erneuert sich täglich, genau wie das Bedürfnis zu essen oder zu atmen. Zu langes Ausschlafen kann unsere biologische Uhr sogar durcheinanderbringen und uns trotz längerer Schlafdauer schläfriger und müder machen. Der sogenannte „soziale Jetlag“ – der Unterschied in der Schlafdauer zwischen Wochentagen und Wochenenden – ist eine der häufigsten Ursachen für chronische Müdigkeit. Studien zeigen, dass regelmäßiger Schlaf wichtiger ist als seine Dauer. Anstatt also zu hoffen, am Sonntag Schlaf nachzuholen, lohnt es sich, jede Nacht für guten Schlaf zu sorgen.
Schlaf nachholen – ist das gesund?
Schlaf nachholen kann Erleichterung verschaffen und das Wohlbefinden steigern – insbesondere, wenn man mehrere Tage hintereinander zu wenig geschlafen hat. Regelmäßiger Schlafmangel und das Nachholen des Schlafs nur am Wochenende ist jedoch ungesund – er kann das Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und psychische Probleme erhöhen. Die gesündeste Lösung ist ein gleichmäßiger Schlafrhythmus – jeden Tag zu ähnlichen Zeiten ins Bett gehen und aufstehen. Schon ein Tag mit zu wenig Schlaf beeinträchtigt das logische Denken, das Gedächtnis und die Stimmung. Ausschlafen kann nach einer anstrengenden Zeit hilfreich sein, sollte aber nicht Ihre tägliche Strategie gegen Müdigkeit sein.
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